Winterdepression

Viele Personen kennen es, im Winter depressiv verstimmt zu sein. Hier erfährst du:

  • Was die Winterdepression ist.
  • Unterschiedliche Winterverstimmungen
  • Merkmale einer Winterdepression
  • Was du dagegen tun kannst.

Was ist die Winterdepression?

Eine Winterdepression ist eine Form der Depression.
Sie heisst "saisonal affektive Depression" (SAD).
Die Depression tritt immer wieder im Herbst und Winter auf. 
Im Frühling und Sommer verschwinden die Beschwerden meistens wieder ganz.
Frauen häufiger betroffen wie Männer.
In der Schweiz haben 11.1% der Bevölkerung eine Winterdepression.
8.9% haben eine milde Form. 2.2% haben eine schwere Form.

Die genauen Gründe sind noch nicht sicher bekannt. 
Fachleute vermuten: Im Winter gibt es weniger Tageslicht.
Dadurch bildet der Körper mehr Melatonin. Das ist ein Hormon im Körper.
Dieses Hormon verstärkt die Müdigkeit.
Das kann die Stimmung senken.

Unterschied Depression/Winterdepression/Winterblues

Depression:

  • Kann jederzeit beginnen
  • Kann lange dauern.
  • Symptome: Traurige Stimmung, keine Freude, wenig Energie, Müdigkeit, Schuldgefühle, geringes Selbstwertgefühl.
Winterdepression:
  • Vor allem im Herbst und Winter.
  • Geht oft im Frühling wieder weg
  • Symptome: Ähnlich wie bei einer Depression.
  • Zusätzlich: Mehr Hunger auf Süsses, Gewichtszunahme, mehr Schlaf.
Winterblues:
  • Leichte Traurigkeit durch Rückblick aufs Jahr
  • Meist gegen Jahresende (Dezember).
  • Verschwindet Anfang Jahr (Januar).
  • Symptome: Rückzug zu engem sozialen Umfeld, ruhige Stimmung.

Merkmale einer Winterdepression

Mindestes fünf der folgenden Symptome müssen auftreten.
Die Symptome müssen für mindestens zwei Wochen auftreten.

  • Fast jeden Tag traurig oder niedergeschlagen
  • Keine Freude an Dingen, die früher Spass gemacht haben
  • Mehr Schlaf als sonst
  • Wenig Energie, schnell erschöpft
  • Heisshunger auf Süsses oder Kohlenhydrate
  • Rückzug von anderen Menschen
  • Schwierigkeiten beim Denken, Entscheiden oder Konzentrieren
  • Gefühle von Hoffnungslosigkeit oder Wertlosigkeit
  • Gedanken an Suizid oder selbstschädigendes Verhalten

Eine Winterdepression kann wieder verschwinden.
Wenn du den Verdacht auf eine Winterdepression hast, sprich mit anderen oder einer Fachperson darüber. 

Was du dagegen tun kannst.

Präventiv:

  • Feiere kleine Dinge
  • Spazieren, frische Luft
  • Tageslicht oder UV Lampe (mind. 10'000 Lux)
  • Fachliche Unterstützung
  • Genügend Schlaf 
  • Routinen behalten
  • Rituale schaffen
  • Leute treffen
  • Wellness gönnen
  • Gesunde Ernährung
  • Bewegung
  • Kuscheln

Akut:

  • Sprich mit einer Vertrauensperson.
  • Oder rufe 147 an. https://www.147.ch/


Vergiss nicht: Im Winter darf auch alles etwas langsamer sein.

Schaffe dir kleine Routinen und geniesse diese in vollen Zügen.

Wir verbringen die dunkeln Tage zum Beispiel gerne mit einem Adventskalender. Auch Guezli backen, Filmmarathons mit den Katzen oder Wellness helfen uns. Dazu geniessen wir gerne eine Tasse Tee und Duftkerzen.  

Hauptquellen:

https://flexikon.doccheck.com/de/Winterdepression
https://www.chronobiology.ch/wp-content/uploads/publications/2003_01.pdf
https://www.ikk-classic.de/gesund-machen/leben/winterdepression

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